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Bewohner erzählen

Ich tät’s immer wieder machen. Sie sind hier einfach sicher.

GISELA MONKA

Gisela Monka hat sich zum Interview-Termin richtig schick gemacht. Mit der modischen blau-weißen Bluse, die von einer Perlenkette geschmückt wird, sitzt sie uns am Esstisch ihres gemütlichen Apartments gegenüber.

Die Pfälzerin mit dem charmanten Dialekt erzählt

„Ich lebe hier seit dem 1. März 2016 im Betreuten Wohnen in einem Apartment. Zuletzt wohnte ich im Haus meiner Schwägerin in Frankenthal. Nachdem diese verstarb, hat ihre Tochter das Haus verkauft. Ich musste also schauen, wo ich unterkomme. Man braucht ja schließlich eine Wohnung. Da hab ich mir überlegt, in diese Seniorenresidenz zu gehen. Ich bin kinderlos und alleine. Diese Residenz ist sehr beliebt unter den Rentnern. Eingelebt habe ich mich schnell. Besonders schätze ich die Geselligkeit, denn hier wird einem schon sehr vieles geboten. Allein schon die regelmäßigen Feste sind wirklich toll. Auch Freundschaften entstehen.

Selbstständigkeit trifft Sicherheit

Sogar mit dem eigenen Auto ist die agile Seniorin mit dem wunderschönen grauen Haar noch unterwegs: „Das steht unten in der Tiefgarage. Mit meinem Auto fahre ich einkaufen und erledige ein paar Kleinigkeiten. Da bleibt man unabhängig, das gefällt mir sehr.“

Auch den Komfort des Betreuten Wohnens genießt die sympathische Dame. Im schönsten Pfälzerisch erzählt sie: „Es ist scho‘ schee, net mehr so viel machen zu müssen. Ich bin gerne do. Wenn was ist, drücken Sie einfach auf den Klingelknopf und dann ist ruckzuck jemand da. Das muss man wirklich mal sagen. Man ist wirklich abgesichert, wenn was ist. Da wird nach einem geschaut. Man fühlt sich sicher.“ Doch auch ihre Selbstständigkeit konnte sich Frau Monka im Betreuten Wohnen bewahren: „Ich bin noch sehr selbstständig, mache mir mein Frühstück und mein Mittagessen selber. Zum Frühstück gibt es Brötchen, Marmelade und Wurst. Kurzum: Alles, was das Herz begehrt. Danach lese ich meine Zeitung, denn man muss ja schließlich immer auf dem Laufenden bleiben. Do loss‘ ich mir nix entgehen.“ Sie lacht.

Was ihre Lieblingsbeschäftigung sei, wollen wir noch wissen: „Besonders gerne mache ich bei den gemeinsamen Spielenachmittagen mit“, sagt sie.

Doch auch Schicksalsschläge musste Frau Monka verkraften: „Früher habe ich in der Buchhaltung bei Boehringer gearbeitet. Mein Mann ist ja schon mit 46 Jahren an Krebs verstorben.“
Ihre Stimme wird leise. „Ich arbeitete immer. Ja, so geht es im Leben. Außerdem habe ich meine Mutter noch gepflegt. Die lebte bei mir in der Wohnung.“

Umso mehr schätzt die Pfälzerin den Service hier: „Die Mitarbeiter sind sehr nett. Ich geh auch schon mal zu Fuß einkaufen. Ganz in der Nähe ist ja ein Lebensmittelmarkt. Außerdem nutze ich gerne das Angebot der Cafeteria. Der selbstgebackene Kuchen dort ist einfach prima.“

Ob sie jemals bereut habe, hierher zu gehen, fragen wir gegen Ende des Interviews. „Ich tät’s immer wieder machen. Sie sind hier einfach sicher“.

 

Ich habe eine wunderschöne Zwei-Zimmer-Wohnung, in der ich mich sehr wohlfühle.

BRIGITTE HECK

Apartment Nummer 504: Hier wohnt Brigitte Heck. Die gebürtige Mannheimerin will uns unbedingt ihre Wohnung zeigen. Kein Wunder: Denn diese ist nicht nur äußerst großzügig geschnitten, sondern auch wunderbar wohnlich eingerichtet und verfügt über einen schönen Balkon. Von hier aus kann man sogar direkt in den idyllischen Garten der Residenz sehen.

Langweilig wird es hier nie

„Das ganze Haus ist prima, besonders die Mitarbeiter. Ich schätze sehr das Unterhaltungsangebot. Mittags machen wir regelmäßig Gesellschaftsspiele. Wir sind meistens in der Bibliothek mit unserer Clique und spielen Rummicup. Auch die vielen Veranstaltungen, die angeboten werden, sind einfach super. Man kann da gar nichts aussetzen.“

Wohlfühlen im neuen Zuhause

Dann erzählt sie weiter, wie sie hierher kam: „Ich habe früher in Mannheim-Vogelstang gewohnt. Eines Morgens stand ich damals im Bad und bin aus heiterem Himmel umgefallen. Daraufhin haben mir meine Hüften sehr wehgetan. Das war im Februar 2021. Ich habe schon immer gesagt, dass ich, falls mal etwas mit mir sein sollte, in eine Seniorenresidenz will. Meine beiden Söhne haben zwar Häuser, aber ich wollte ihnen häusliche Pflege nicht zumuten. Die sind ja berufstätig und haben Kinder. Dann haben wir drei uns das Haus hier angesehen. Ich war gleich überzeugt. Ich sagte mir ‚Das mach‘ ich‘.“

Auf die Frage, was ihr besonders an der Residenz gefalle, antwortet sie: Das ganze Haus, vor allem der schöne Garten. Ich habe eine wunderschöne Zwei-Zimmer-Wohnung, in der ich mich sehr wohlfühle. Man kann direkt in den Garten schauen. Meine Schwester wohnt übrigens auch hier. Ich bin aufgehoben, niemand braucht sich Sorgen zu machen. Es ist alles spitze.“

Selbstständig und aktiv in der Residenz

Wie Frau Monka liegt auch Frau Heck ihre Unabhängigkeit sehr am Herzen: „Ich bereite mir mein Essen selber zu. Aber sonntags gehe ich schon mal essen. Dienstags ist um zehn Uhr Gymnastik, mittags auch. Daran nehme ich immer teil. Ich habe es bis heute noch nicht bereut, hier zu sein.“

Weiter erklärt sie „Es ist schon super, dass sofort jemand da ist, falls mir mal was passieren sollte. Das wäre zu Hause nicht der Fall gewesen. Das ist wie in einem Hotel, kann man sagen. Wenn ich mal keine Lust habe zu kochen, gehe ich auch mal mit meinem Rollator in die Stadt und esse dort etwas. Ich mache sowieso noch meinen Spaziergang zum Einkaufen. Ich freue mich schon, denn nächsten Montag gehen wir mit einigen anderen Bewohnern aufs Fischerfest nach Lambsheim.“ Ihre Augen strahlen. „Langweilig wird es hier nie. Wir haben hier auch einen Fischweiher, sogar ein paar Kois schwimmen darin. Mir war besonders wichtig, ein Apartment auf der Sonnenseite zu haben. Ich wurde sogar schon mal gefragt, wo meine Sonnenbräune herkommen würde und ob ich im Urlaub gewesen sei. Da sagte ich: ‚Ich war nur auf Balkonia.“
Frau Heck lacht.

Das fühlt sich für mich wie Urlaub an.

EDWIN UNVERICHT

Herr Unvericht kennt die Residenz aus dem Effeff und ist gerne hier. Denn hier zu sein, das heißt für ihn im Urlaub zu sein! „Ich wohne eigentlich in Roxheim. Meine Tochter ist momentan gerade im Urlaub an der Mosel. Dann bin ich regelmäßig hier zur Kurzzeitpflege. Ich kenne das Haus schon sehr gut, bin wirklich gerne hier. Wenn irgendwas ist, ist jemand da. Ich bin sehr gut untergebracht.“

Wir möchten natürlich wissen, wie der betagte und dennoch jung gebliebene Senior auf das Haus aufmerksam wurde: „Mir haben damals Bekannte davon erzählt. Auf diese Weise bin ich nicht alleine, kann mich mit den Leuten unterhalten und bekomme mein Essen. Was will man mehr?“ Er lächelt.

Daheim lebt Herr Unvericht in seinem Haus gemeinsam mit einer seiner drei Töchter: „Dort habe ich mir extra einen Treppenlift einbauen lassen, fahre ein E-Mobil. Ich werde mich definitiv irgendwann auch auf Dauer für die Pro Seniore Residenz Frankenthaler Sonne entscheiden. Denn man wird so herzlich aufgenommen und die Mitarbeiter sind sehr nett.“

Von den Freizeitangeboten des Hauses ist Herr Unvericht ebenfalls begeistert: „Uns wird viel geboten. Wir kegeln beispielsweise. Man ist beschäftigt. Ich kenne viele Leute. Bis zum 13. August bleibe ich hier, dann komme ich im Oktober wieder. Das fühlt sich für mich wie Urlaub an. Ich werde bedient und bin sehr zufrieden.“

Dann erzählt Herr Unvericht von seinem Leben – und vom schweren Verlust seiner Frau. Auch eine seiner drei Töchter ist früh verstorben: „Ich bin gelernter Maler und Tapezierer, wechselte schließlich zu BASF, danach zu der Firma Kühnle, Kopp & Kausch. 1954 habe ich geheiratet. Wir hatten eine gute Ehe. Meine Frau ist täglich mit dem Hund meiner Tochter spazieren gegangen. Doch dann kam sie eines Tages von einem Spaziergang nicht wieder zurück. Ich wurde telefonisch darüber informiert, sie sei gestürzt. Sie hatte einen Schlaganfall erlitten, der Notarzt brachte sie ins Krankenhaus nach Frankenthal. Doch sie hat es leider nicht mehr geschafft. Kurz darauf ist auch eine meiner Töchter verstorben.“ Herr Unverichts Stimme wird leiser. Er macht eine lange Pause.

„Aber so ist das Leben. Manchmal hart. Hier fühle mich jedenfalls sehr wohl, habe meinen festen Tagesablauf. Ich brauche ja Hilfe beim Anziehen, denn in beiden Knien habe ich Arthrose. Das macht mir schon starke Probleme. Der Tagesablauf in der Residenz tut mir gut. Morgens lese ich meine Zeitung, gehe in Ruhe frühstücken und gegen zwölf zum Mittagessen. So wie ich will. Ich kann das Haus nur weiterempfehlen.“

 

 

 

Ich fühle mich zu Hause.

LUICI CARAPELLUCCI

Luici Carapellucci sitzt uns gegenüber. Signore Carapellucci lächelt – obwohl er heute einen sehr anstrengenden Tag hinter sich hat, denn er ist Dialysepatient. Dreimal wöchentlich muss er zur Dialyse. Das macht sehr müde. „Ich komme aus den Abruzzen und lebe schon seit 45 Jahren in Frankenthal. Seit 2013 bin ich geschieden, habe zwei Söhne, die ebenfalls in Frankenthal wohnen. Früher betrieb ich mal einen Reifen- und Pannendienst, meine Frau das benachbarte Bistro“, erzählt er.

Auf die Frage, warum er gerade hier lebe, sagt er: „Nun, ich hatte letztes Jahr ein akutes Nierenversagen, war daraufhin im Krankenhaus, lag für zwei Monate im Koma. Nachdem sich mein Zustand schließlich stabilisiert hatte, war klar, dass ich nicht mehr alleine zu Hause leben konnte. Ich wurde in die Pro Seniore Residenz Mutterstadt verlegt. Dort blieb ich für sechs Monate. Doch als Frankenthaler wollte ich in diese Stadt zurück. Hier kennt man mich und ich kenne so viele Leute“, sagt Herr Carapellucci

„Seit November letzten Jahres bin ich hier. Die Leute sind nett und es gefällt mir gut. Ich fühle mich zu Hause, kann zu Fuß in die Stadt gehen oder besuche meine Söhne. Das ist meine Umgebung. Ich muss ja oft zur Dialyse, bleibe dort vier Stunden. Danach bin ich sehr erschöpft. Aber es ist wie ein neues Leben, das man mir geschenkt hat.“

Ein Stück bella italia in der Residenz

Weiter meint er: „Ich habe mein Leben so akzeptiert, wie es ist. Ab und zu hole ich mir auch noch eine feine Pizza. So viel bella italia muss sein. Ich liebe die italienische Küche, sie erinnert mich noch an meine Heimat. Immerhin habe ich sogar 15 Jahre in Napoli gelebt. Aber schon als Kind war ich während meiner Sommerferien oft in Deutschland. Und dann, nach meiner Militärzeit bei den Gebirgsjägern, fand ich als gelernter Bank- und Industriekaufmann in Italien keinen Job. Meine Familie war sowieso schon hier. Nur Tante und Opa lebten noch in Italien. Hier angekommen, fand ich eine Stelle im Einzelhandel, arbeitete sogar im Betriebsrat.“

Wohlfühlen im neuen Zuhause

Signore Carapellucci sagt mit einem Lächeln auf den Lippen: „Es war der absolut richtige Schritt, hierherzukommen, denn hier fühle ich mich wirklich sicher. Auch die Veranstaltungen und Konzerte besuche ich gerne. Wissen Sie, ich bin schwerbehindert. Damit habe ich mich abgefunden, aber da tut es gut, in einem so sicheren Umfeld zu leben, in dem man sich wohlfühlt.“

Trotz seines schwierigen Schicksals hat sich Herr Carapellucci mit seiner Krankheit arrangiert. An diesem Tag sehen wir ihn noch mehrere Male, angeregt im Gespräch mit anderen Bewohnern. Es geht, so viel können wir erahnen, um Fußball. Herr Carapellucci ist AC-Mailand-Fan. Naturalmente.